Die Musik kann uns lehren, wie wir Freude und Ekstase aufrechterhalten können. Normalerweise neigen wir zu der Vorstellung, dass ein Augenblick euphorischen Erkennens unerträglich sei, und es nicht möglich wäre, ihn fortdauern zu lassen. Er entschlüpft uns und wir versuchen, ihn wieder zu erhaschen. Das kommt davon, dass wir ihn nicht gerne fahren lassen, weil wir die Vorstellung, weit von ihm entfernt zu sein, nicht akzeptieren wollen. Aber wenn wir uns das Beispiel der Musik vor Augen halten, wir den einen Klang vorübergehen lassen, um den nächsten hören zu können, dann kann unser Entzücken stetig sein, obwohl die Schwingungen abwechseln…

Der BeetFreeq hat mir ein Stöckchen zugeworfen (wohl, weil ich es so hoch gelobt hatte in den Kommentaren). Die Idee stammt vom DanyWeb…es ist ein Alben-Kritik-Stöckchen, bei dem man ein Album zugeworfen bekommt, eine Kritik schreibt und einem anderen dann ein eigenes Album nach Wahl zuwirft. Mich traf das Album “Swoon” der “Silversun Pickups”, welches zu Beetys Favoriten gehört…
Ich kannte die Band nicht, das Album folglich auch nicht.
Die Spannung steigt.
Es ist richtig gut.
Fast großartig.
Auf alle Fälle sehr erwähnenswert.
Alternative Musik in reiner Kultur. So würde ich es beschreiben wollen. Ein leichter Hang zur “pulsaderaufschneidenden” Musik von Placebo; eine wunderbar androgyn anmutende Stimme (das mag ich ja so oder so und damit ist schon fast alles gewonnen), die mich durch gute zehn Tracks getragen hat. Schöne Bässe, tolle Gitarren. Passend, stimmig. Ich habe es zu Hause gehört, beim einkaufen, im Park. Es hat mir überall gefallen.
Ich denke das es ein Album ist, welches einen leichten Einstieg in alternative Musik geben kann. Jemand, der nicht so vertraut mit alternativen Tönen ist, wird sich hier einen erträglichen, nicht zu anstrengenden Einstieg bereiten können.
Einziger Kritikpunkt (und den muss es ja auch geben): die Texte sind wirklich eingängig, oft aufgrund ihrer sehr simplen Sprache, ein wenig zu eingängig…
Alles in allem aber wie gesagt ein gutes Album.
Wer soll nun das Stöckchen bekommen? Die Frage der Fragen. Mein liebster (Musik-)freund Georg verglich dieses Album mit der Musik von Tokio Hotel…und da ich die Menschheit vor zu schlechten Kritiken bewahren möchte werfe ich es etwa 35 km den Rhein abwärts nach Düsseldorf. David hat so oder so einen eher gewöhnungsbedürftigen Musikgeschmack, der kann mal etwas richtig Gutes vertragen und ich werfe Stock und
“A hundred million suns” von “Snow Patrol”…zack…fang, Captain Obvious…
Rating: 









Mein Anspieltipp ist defintiv “Panic Switch”:
Tags:Album-Kritik-Stöckchen, Silversund Pickups, Swoon
UND WAS NUN?