Nun muss mal noch eine Kritik nachgeholt werden. Nachdem ich ja mal wieder im Kino war, bin ich noch gar nicht dazu gekommen. Ich habe in der letzten Woche zwei Filme gesehen. Einmal “Wenn wir zusammen sind” und dann “Paranormal Activity”. Zu beiden Filmen bleibt mir vorweg nur zu sagen, dass pubertierendes Publikum im Kino ebenso grauenvoll und nahezu unerträglich ist, wie Publikum in den Lebensjahren ab etwa 50. Beide Gruppen, also die Jungen wie die Alten, können einfach ihren Mund nicht halten und fallen nur durch schlechtes Benehmen auf. Ich erwähnte glaube ich schonmal, dass die ältere Generation immer auf die Jugend schimpft (oder besser auf die jüngeren Leute), weil sie kein Benehmen haben usw.
Ich sage dazu nur: Wenn das was die Alten machen Benehmen sein soll, dann staune ich nur noch! Aufstehen mitten im Film um erstmal in aller Ruhe die Jacke auszuziehen oder ständiges (lautes!) kommentieren der Handlung sind da nur zwei Beispiele. Arghh!
Kommen wir zum ersten Film, nach einer Romanvorlage von Marc Levy, nun durch seine Schwester Lorraine verfilmt, kommt “Mes amis, mes amours” ziemlich seicht daher.
Die beiden Freunde Mathias (Vincent Lindon) und Antoine (Pascal Elbé) sind alleinerziehende Väter in den Dreißigern, und so liegt es nahe, sich zusammenzutun. Sie machen eine WG auf und unterwerfen sich strengen Regeln: In ihrem Haus wird es keine Babysitter geben, denn die Kinder werden selbst erzogen – und vor allem keine Frauen.
lles geht gut, bis sich Mathias und Audrey näherkommen. Plötzlich steht die scheinbar unerschütterliche Freundschaft auf dem Prüfstand…
Kritik:
Die ganze Geschichte wirkt zu dick aufgetragen und bietet wenig Überraschungsmomente. Die Liebesgeschichte, die im Zentrum des Films angesiedelt ist, lässt einen weitestgehend emotionslos zurück. Der Diskrepanz zwischen der frankophonen Lebensart und der eher rationalen britischen Lebensart wird als Spannungsmotiv zu wenig Entfaltungsspielraum gegeben. Wenn wir zusammen sind” ist für unverbesserliche Romantiker mit Hang zur leichten Kost geeignet, die auf etwaige dramaturgische Reibungspunkte gut verzichten können.
Rating: 









Was passiert eigentlich wenn wir schlafen? Was geschieht um uns herum im Schlafzimmer, in der Wohnung, im Haus? Wir wissen es nicht, denn wir schlafen ja. Genau darum geht es in “Paranormal Activity”.
Als das glückliche Pärchen Micah (Micah Sloat) und Katie (Katie Featherston) zusammen in ein beschauliches Vororthäuschen zieht, steht ihrer Beziehung eine harte Probe bevor. Ihre Nachtruhe wird immer wieder von komischen Geräuschen gestört, so dass Micah beschließt, ihren Schlaf mit einer Videokamera zu überwachen. Am nächsten Morgen offenbaren die Aufzeichnungen Schreckliches: Ohne menschliche Einwirkung bewegt sich die Schlafzimmertür und merkwürdige Laute sind leise aus dem Wohnzimmer zu vernehmen. Ein zu Rate gezogener Parapsychologe (Mark Fredrichs) klärt das Paar darüber auf, dass Katie von einem Dämon verfolgt wird. Ausgerechnet den überlebenswichtigen Ratschlag, mit dem Dämon nicht in Kontakt zu treten, „überhört” Micah und setzt damit den nächtlichen Terror endgültig in Gang…
Kritik:
Da der Film nur 15.000 Dollar kostete und im “Blair-Stil” gedreht ist, verwundert es kaum, dass er der profitabelste Film der letzten Jahre ist. Leider überzeugt er nur in zwei, drei kleinen Momenten und ebbt dann direkt wieder ab. Richtig gruselig ist er nicht, aber eben auch nicht so schlecht, dass man herzhaft lachen könnte. Amerikaner haben eben einen durchweg schlechten Geschmack. Man sieht es immer wieder…
Rating: 










UND WAS NUN?