So, nach einiger Zeit der Schreibfaulheit kommt hier nun auch mal wieder etwas.
Ich gehe ja gerne ins Kino und da stehen nun noch zwei Filme aus, die ich gesehen, aber hier nichts dazu geschrieben habe.
Fangen wir mit Precious an…
Sie ist dick, nein, sie ist fett, sie ist schwarz, und sie lebt im Harlem der 1980er Jahre. Precious (Gabourey Sidibe) ist ein wertloses „Stück Scheisse”, zumindest wenn es nach ihrer Mutter Mary (Mo’Nique) geht.
Beide leben in einer verwahrlosten Wohnung, finanziell unterstützt von der Sozialhilfe. Der Vater hat sich aus dem Staub gemacht, nachdem er Precious über Jahre missbraucht hatte.
Doch Precious lässt sich nicht unterkriegen. Obwohl zum zweiten Mal vom Vater geschwängert, will sie ihrem Leben einen neuen Sinn geben. Eine Reise voller Hoffnung, Schmerz und Tagträume beginnt…
Wenn nicht die berühmte US-Talk-Lady Oprah Winfrey denn Film produziert hätte, wer hätte es dann getan?
Kaum vorstellbar, dass sich Hollywood dieses Stoffes – nach dem Roman „Push” von Sapphires – angenommen hätte.
Zu viele Tabubrüche, zu schwarz, zu wenig ‚Weiblichkeit’, trotz des mehrheitlich weiblichen Charaktere. Der Afroamerikaner Lee Daniels, der sich einen Namen als Produzent gemacht hat („Monsters Ball”), führt in „Precious” zum zweiten mal Regie. Dabei hat er viel gewagt, aber nicht alles gewonnen.
Wenn die Hauptfigur zur Nebenfigur wird, und die Nebenfigur zur Hauptfigur, dann stimmt etwas mit dem Drehbuch nicht oder der dramaturgische Überblick ist Lee Daniels abhanden gekommen.
Wenn auch stellenweise zu geschwätzig und die Betroffenheit etwas zu dick aufgetragen..gute Kamera, kühner Schnitt und insbesondere der stimmige Soundtrack machen „Precious” trotzdem zu einem sehenswerten Film.
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UND WAS NUN?