Weiter geht es im Projekt 42 vom schönen Zementblog.
Das Thema für den Monat November lautet Konserven.
Da will ich mich mal als Aufklärer zur Verfügung stellen und die Entstehung/Geschichte der Konserve erläutern…
„Der Krieg ernährt sich selber”, waren die Heerführer bis zu Napoleons Feldzügen überzeugt. Als die Truppen aber immer größer wurden, reichten Plünderungen allein nicht mehr aus, um die Soldaten zu verpflegen.
Schließlich starben mehr Kämpfer an Unterernährung als durch feindliche Truppen. Da setze Napoleon einen Preis aus: 12 000 Goldfranken sollte derjenige bekommen, dem es gelingen würde, Lebensmittel länger haltbar zu machen, sodass die Truppen ihre Vorräte überallhin mitnehmen konnten und ihre Versorgung auch in unwirtlichen Gegenden und im Winter sichergestellt war.
Der französische Koch und Zuckerbäcker François Nicolas Appert hatte 1790 das Verfahren der Sterilisation von Lebensmitteln in Flaschen entdeckt. Er erhitzte sie in geschlossenen Gläsern auf 100 Grad Celsius und verschloss diese anschließend luftdicht. So blieben zahlreiche Vitamine erhalten. Die französische Marine testete Apperts Erfindung: Wenn auf den langen stürmischen Seefahrten auch einige der gläsernen Konserven zu Bruch gingen, der Inhalt der unversehrten Behälter war genießbar.
Im Jahr 1810 erhielt der Zuckerbäcker den Preis „für die Kunst, alle animalischen und vegetabilischen Substanzen in voller Frische zu erhalten”. So hieß es auf der Verleihungsurkunde des französischen Innenministers. Außerdem wurde ihm der Ehrentitel „Wohltäter der Menschheit” verliehen. Mit dem Preisgeld gründete Appert 1812 eine Manufaktur, in der er Konserven aus Blech herstellte, die er mit Blei zulötete. Die Weißblechdosen hatte er in England kennengelernt. Sie hatten den Vorteil, dass sie leichter und stabiler waren als Glas.
Nicht allein das Militär profitierte von der Konservendose, erstmals waren jetzt auch mehrjährige Forschungsreisen möglich, wie zum Beispiel in die Polarregionen.
1851 wurde auf der Weltausstellung in London eine 38 Jahre alte appertsche Büchse geöffnet, um zu beweisen, dass der Inhalt auch nach so langer Zeit noch genießbar war.

UND WAS NUN?