Rätsel, Stöckchen und Paraden

Beetys Hörsturz-Projekt Runde 15

projekthoersturz Schon sehr lange habe ich nicht mehr beim Hörsturz mitgemacht, doch in dieser Runde werde ich mich wieder einreihen und von nun an auch wieder regelmäßig die feinen Musikvorschläge anderer bewerten.
Also nicht lange drumherum geschrieben, sondern die Boxen angestellt und zugehört…
Wer auch noch mitmachen möchte, der kann sich hier die aktuelle Runde ansehen oder auch mal im Gesamtverzeichnis stöbern.


Colin Meloy – Cupid (von JuliaL49)

Der Leadsänger des Dezembers singt eine sehr schöne Version von „Cupid“.
Ich finde das es perfekte Samstag-Vormittag-Musik ist. Man kann aus voller Kehle mitsingen…während man den Putzwedel durch die Bude schwingt oder unter der Dusche steht oder die samstägliche Tageszeitung aus dem Briefkasten zieht…oder…oder…oder…
Gut und gerne 4 von 5 Amor-Pfeile.

Rating: ★★★★☆

Mardi Gras.BB – Down Down Down (von beam)

„Mardi Gras“ passt ja schon einmal sehr gut zur gerade vorbei gegangenen Karnevalszeit…
Mit so Blues/Funk kann ich ja tendenziell nicht so viel anfangen; doch dieses hier hört sich wirklich nett an (ich sehe von dem Geschrei in Richtung Ende des Liedes einmal ab).
Das es eine deutsche Band ist erstaunt mich umso mehr.
Von jemanden, der nun wirklich keine Ahnung hat gibt es 2,5 von 5 Posaunenklänge.

Rating: ★★½☆☆

Turmion Kätilöt – Sika (von Konna)

Die Assoziation zu den lächerlichen Leuten von „Lordi“ bleibt hier ja nicht aus…obwohl mich Insider dafür wahrscheinlich mit Einsatz ihren schwarzen Klamotten als Waffe erschlagen würden.
Ich kann mit solcher Musik nichts anfangen und deshalb ist die Bewertung ganz einfach: 0 von 5 Eurovisions-Sternchen. :-)

Rating: ☆☆☆☆☆

Emir Kusturica & The No Smoking Orchestra – Daddy, Don’t Ever Die On A Friday(von beetFreeQ)

„Everything is ready!…dieser Vorschlag kann ja nur von Beety kommen (und das ist überhaupt nicht negativ gemeint).
Das ist jetzt wieder eine Art von Musik, bei der ich mir gar nicht vorstellen kann in welchen Momenten man sie hören könnte.
Aber – und das aus meinem Mund – man kann eine gewisse Art von musikalischem Können nicht absprechen. Deshalb gibt es hier 3,5 von 5 Moldau-Stromschnellen…

Rating: ★★★½☆

Holyhell – Angel Of Darkness (von cimddwc)

Mensch, welch düstere Musikauswahl diese Runde. Bei Sekunde 40 hört es bereits auf mit der Freude auf Neues/Unbekanntes. Auch hier: ich mag solche Musik einfach nicht.
Und kann mir mal jemand sagen, warum diese Hardrocker/Metall-Rocker (nennt man die so?) immer eine Frau brauchen, die semiprofessionelle Texte singt?
Für eine gewisse melodiöse Absicht gebe ich aber gerne 1 von 5 Gesangsunterricht-Gutscheine.

Rating: ★☆☆☆☆

Im Durchschnitt macht das leider nur 2.2 Punkte, was nicht unbedingt viel ist. Aber meine Bewertungen fielen ja so oder so immer eher schlecht aus…was wohl daran liegt, das ein bestimmter Teilnehmerkreis (mit eben bestimmten Musikgeschmack) mitmacht.
Nun fehlt noch mein Vorschlag für die nächste Runde, die unter dem Motto „Filmmusik“ steht. Da werfe ich doch einfach einmal „Everybody’s Changing“ von Keane in den Lostopf (unter anderem auf dem OST zu Keinohrhasen).

Cave-Man

So Leute. Heute ist der 25.Februar und hier erscheint nun ein Gastbeitrag eines Menschen, den ich nicht kenne. Der Grund dafür ist ganz einfach, diese schöne Gastbeitrags-Aktion namens Bfasdmzbhudesevwigs
Und während ihr nun alle diese feine Kritik lest, kämpfe ich mich durch die Teilnehmerliste um mal einen Tipp abzugeben, wer das denn geschrieben haben könnte.

Los geht es:

Ich kann das gar nicht rational erklären, aber als ich erfuhr, dass mir das bLog „Endgueltig“ zugelost worden war, erkannte ich, dass mein Gastbeitrag nur eine Filmrezension oder eine Albumkritik sein konnte. Bis zur nächsten Entscheidung dauerte es auch nur ein paar Sekunden, denn ich habe von Filmen wenig Ahnung, von Musik allerdings noch deutlich weniger.

Damit war klar: es wird eine Albumkritik. Artikel über Musik von Leuten, die sich damit auskennen, kann man schließlich dauernd und überall lesen.

Macht euch also bitte von allen euren Erwartungen frei, legt eure Brillen ab, damit ihr nicht so genau hinschauen könnt, gießt euch heißes Wachs in die Ohren, und dann folgt mir bitte in die wundervolle Welt der oberflächlichen Stümperei. Vorsicht, dabei bitte nicht über die Bundesregierung stolpern. Ich bedanke mich schon mal bei meinem Gastgeber dafür, dass er mir diesen Versuch gestattet, mal was zu tun, was ich noch nie getan habe, und bei euch allen natürlich genauso fürs Lesen.

Das Album, das ich für euch ausgewählt habe stammt von dem begnadeten Musiker und Schriftsteller Nick Cave und seiner fantastischen Band „The Bad Seeds“. Es heißt „Dig, Lazarus, Dig!!!“ (Die Ausrufezeichen sind nicht von mir, die gehören so.)

Für alle, die ihn gar nicht kennen: Die Musik mischt sich so zusammen aus Gospel, Blues, Country und Punk, und seine in aller Regel angenehm raffinierten und humorvollen Texte sind voller biblischer und literarischer Anleihen und Anspielungen sowie natürlich völlig wahnsinniger Bilder wie aus den besten Albträumen, die ihr je hattet. Das war doch schon mal ein ziemlich professioneller Start, oder? Lasst euch davon aber keine falsche Hoffnung machen; bisher konnte ich einfach aus Wikipedia abschreiben.

Damit ist jetzt aber Schluss, denn wir kommen zum Album an sich: Cave steigt gleich mit dem Song „Dig, Lazarus, Dig!!!“ ein, der ja auch dem ganzen Album seinen Namen gibt. Das Stück ist trotz der durchaus anspruchsvollen Lyrik melodisch schön geradeaus und einfach, und der klar strukturierte Refrain lädt geradezu zum fröhlichen Mitgröhlen ein:

„Dig yourself,
Laa-z’rus dig yourself,
Laa-z’rus dig yourself,
Laa-z’rus dig yourself
Back in that hole!“

Ein Bonbon für die Freunde des ganz klassischen Seeds-Sounds ist das fünfte Stück im Album. „Night of the Lotus Eaters“ ist richtig zum Gruseln, nicht nur wegen des, ähm, naja, irgendwie gruseligen Sounds, sondern auch wegen des surrealen Textes:

„I like floating here, it’s nice
They‘ve hung seaweed around my hips
And I do the hula for the hungry ones
And the lames all throw me tips”

Vielleicht wird das mit den besten Albträumen anhand dieses Beispiels ein bisschen deutlicher. Ich ärgere mich regelmäßig, dass es auf Deutsch keine vernünftige Übersetzung für „creepy“ gibt. Jetzt gerade ganz besonders.

Ein sehr schönes Mittelstück bildet„We Call Upon The Author“. Mit druckvollem Rhythmus und ein paar ziemlich dummen Witzen („I feel like a vacuum cleaner – a complete sucker!“) wettert Cave gegen Gott und die Welt, aber wie das eben so ist: der Autor erklärt nicht, er wirft einem sein Werk hin und verschwindet dann.

Und wie es sich gehört, kommt ganz zum Schluss das Beste. Auch wenn es den alten Hardcore-Cave-Fans vielleicht nicht so gefallen wird, ist „More News from Nowhere“ mein klarer Favorit auf diesem Album, wenn nicht sogar der Gesamtsieger aller Cave-Songs, die ich kenne.

“I crawl over to her, I say hey baby, I say hey Janet
You are the one, you are the sun and I‘m your dutiful planet
But she ain’t down with any of that, she’s heard that shit before
I say a-ha, oh yeah, right, cause I see Betty X standing by the door”

Schon allein für diese Textstelle liebe ich den Song. Und davor und danach sind noch ganz viele, die genauso gut sind. Dazu noch eine entspannte Melodie, dieser wunderbar flüssige Gesang und eben der ganz eigene Cave-Humor, über den ich mich jedes Mal wieder ausschütten kann.

„Well, Betty X is like Betty Y minus that fatal chromosome.“

Im Gesamturteil – das wird euch jetzt völlig verblüffen – ist Cave hier ein ganz großer Wurf gelungen, der mich restlos begeistert. Kaufen. Sofort. Auch, wenn euch die Musik nicht gefällt, einfach aus Ehrfurcht. Ich meine, hört doch mal:

Hach. Zu schön, oder?

FRS #1377

Seit einer Ewigkeit hatte ich nicht mehr beim FRS mitgemacht.
Und am vergangenen Freitag schaute ich wieder einmal rein und staubte bei Schorsch direkt ab.
Somit geht es nun bei mir hier heute weiter…so gegen 20 Uhr JETZT geht es los.

Bild 1:

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Bild 2:

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Bild 3:

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Da kam Thomas kurz rein und löste sofort. Es handelt ich um „Fitzcarraldo“ von Werner Herzog.

Hier noch meine anderen Bilder:

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Bild 7
Bild 8
Bild 9

Albenkritik-Stöckchen: Mumford & Sons

mumfordandsunsEndlich geht es weiter. Das arme Albenkritik-Stöckchen von Dany lag (während ihrer Schaffenspause) am Boden.
Das Stöckchen war traurig und regte sich nicht ein wenig von der Stelle.
Der Mann mit dem schwärzesten Traueranzug aller Zeiten war ich persönlich.
So eine schöne Idee durfte einfach nicht sterben; und schon gar nicht, wenn ich tatenlos dabei zusehe.
So, nun ist die Zeit der Trauer vorbei und es geht endlich weiter.


Dany herself hat die ihr zugeworfenen Alben gehört und rezensiert.
Und nun hat sie mir ein neues Album zugeworfen. Ich soll mir nun also Mumford & Sons „Sigh No More“ anhören.
Wie der Zufall es will, ist mir dieses Album zwei Tage, bevor ich das Stöckchen an den Kopf geworfen bekam, selbst in die Hände gefallen.
Von „Mumford & Sons“ hatte ich zuvor noch nichts gehört; also konnte es frisch und unvoreingenommen ans Werk gehen.
Das allererste, was einem durch den Kopf geht, wenn man auf die Play-Taste drückt, ist ganz eindeutig eine Assoziation mit Dave Matthews und seiner Band.
Die Stimme, die Art der Musik, einfach alles ähnelt der Dave Matthews Band doch sehr.
Mumford & Sons stammen aus England, was man zunächst gar nicht glauben mag.
Ich glaube, diese Art von Musik nennt man New-Folk und da muss ich leider sagen, dass ich damit nicht so viel anfangen kann.
Eventuell stimmt auch die Jahreszeit nicht. Ich würde es gern im Sommer hören, wenn es heiß ist und man (bildlich gesprochen) mit dem Cabrio über lange Landstraßen fährt, die sich durch blühende Felder schlängeln.
Aber trotz alledem kann ich zu diesem Album sagen, dass es sehr gut ist. Nicht mein Geschmack, aber sehr gut! Es ist eigentlich sogar mehr als das: es ist erschreckend perfekt.
Perfekt heißt: jede gezupfte Note, jeder Banjo-Ton sitzt genau dort, wo er sitzen soll.
Die gewaltige Stimme von Marcus Mumfords tut ihr übriges.
Klar, in wenigen Monaten werden Film-Trailer, Commercials und Internet-Clips mit den bitteren, kleinen Folk-Perlen ausgestattet, dann werden Mumford & Sons in aller Munde und mit Sicherheit nicht mehr im Club-Rahmen zu finden sein. Das ist nicht schade, weil ich es den Briten nicht etwa gönne, sondern weil ich es mir nur schwer vorstellen kann, dass “Sigh No More” vor tausend Menschen funktioniert.
Zu nahbar sind Lieder wie “The Cave” oder “Roll Away Your Stone”, die sich zwar im Laufe ihrer knapp vier Minuten Spielzeit hineinsteigern und mit Bläsersätzen und Pathos ausklingen. Aber die Banjos, die Akustikgitarren, die Mumford & Sons spielen, die brauchen Widerhall. Den Widerhall festlich geschmückter Pubs und Clubs. Und eben nicht den der Chartsposition…

Das Album anhören könnt ihr euch ganz einfach HIER

Nun soll das Stöckchen natürlich auch weiter leben und so werfe ich es direkt zwei Leuten zu.
Zum einen finde ich das Kristin von Deja Entendu ruhig einmal „Jewellery“ von „Micachu“ (hier entlang) anhören und rezensieren könnte und zum anderen darf sich Bernd von mindgears.de das Album „Hopes and Fears“ von „Keane“ (hier entlang) anhören und bewerten. Wichtig dabei ist, das ihr einen Trackback hierher setzt.

Nachtrag:

Leider meldet sich Bernd gar nicht mehr und auch auf seinem bLog geschieht nichts, so das ich davon ausgehe, das da erst einmal nichts passiert. Kristin ist dabei und dabei bleibt es auch. Das Album für Bernd werfe ich nun weiter, damit es nicht „auf halber Strecke liegen bleibt“, an Herrn Lutz, der das Stöckchen sicher gern aufnimmt, da er ein ganz neuer Blogger ist.

Das Blogseminar

Blogseminar-2Vor einiger Zeit, also zu Beginn des Jahres, rief Konna auf seiner Gedankendeponie zum Blogseminar auf.
Artig wie alle sind, füllten sich die Reihen im virtuellen Seminarraum ziemlich schnell.
Ich war gerade unterwegs und so hatte ich den Startschuss nicht richtig mitbekommen. Am allerletzten Tag des ersten Seminars habe ich mich dann noch mit eingereiht.
Den ganz braven Schüler habe ich abgegeben und die Aufgabe zu „Meta-Description, Meta-Keywords und Kommentaren“ erfüllt.

Mein „Seitwert“ ist auch angestiegen und liegt nun bei 28.05!
Ja, so richtig viel ist das nicht, aber 1. gibt es mich erst seit einem Jahr und 2. habe ich wirklich nicht viel Ahnung von html und co.. Eben darum mache ich gerne mit! Da sei auch mal ein ganz großes DANKE und ein Lob an Konna ausgesprochen!
Nun ging es weiter mit Seminar Nummer 2, welches sich um die Sichtbarkeit und die Erklärung von Feeds und um die „about“-Seite drehte.
Hier waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt; doch wie das so ist: die Einfälle und Ideen blieben bei mir erst einmal aus.
Da habe ich mich mit dem Schorsch von Zone-G zusammen getan. Er sollte meine und ich seine about-Seite gestalten, was einfacher war, weil einem für andere immer bessere Sachen einfallen.
Das haben wir nun auch endlich getan. (Hier könnt ihr seine ansehen, die aus meiner Feder ist.)

screenmannIch finde ja, das die Zeitabstände etwas zu kurz sind, in denen die Aufgaben zu erledigen sind, da man ja nun auch noch ein Leben abseits des Computers hat; aber nachreichen ist kein Problem (schreibt Konna). Da er nun auch noch direkt morgens um 8 Uhr das Ende setzt, muss ich mich sogar mit dem Nachreichen beeilen.
Zurück zum Thema: Hier links seht ihr das Männchen, welches nun meine „about“-Seite ist. Ich finde es sehr gelungen. Eine etwas andere Art, die euch hoffentlich genau so gefällt wie mir. Eure Meinung bitte als Kommentar.
Die Abo-Funktion (RSS-Feed) habe ich in der Sidebar neu und sichtbarer eingefügt. Damit habe ich also auch die Bonusaufgabe erfüllt.

Zufrieden, Konna?