Die Reise des kleinen „olschok“
Die Reise des kleinen „olschok“ zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin(geschrieben von olschok)
Zur Vorgeschichte sage ich nicht mehr viel, denn die meisten von euch haben es ja selbst mitbekommen:
Abendzeitung
Ungeduldig wartete ich auch den Anruf von der Agentur. Der Freitag verging, kein Anruf, das Wochenende
verging, auch ohne Telefonat. Als am Montag endlich ein Anruf kam und ich nach den
Wunschflugzeiten gefragt wurde, konnte ich erst richtig realisieren, dass ich gewonnen hatte!!!
Der Abflugtermin steht fest: 08:25 Uhr von Nürnberg nach Berlin Tegel. Die Spannung steigt langsam:
Was wird kommen? Klappt alles? Verlaufe ich mich in Berlin? Ist das Hotel gut? Fragen über Fragen!
Bekannt waren mir nur die Flugtermine und dass ich zum Hotel mit dem Taxi fahren soll, sonst nichts.
Über den weiteren Verlauf wurde ich im Hotel informiert.
Dort angekommen, vergingen keine 5 Minuten und das Telefon klingelte –
„Ich würde vorschlagen wir treffen uns in 10 Minuten unten, dann besprechen wir den Rest…“ sagte
eine Stimme am anderen Ende der Leitung. OK, schnell etwas frisch machen und ab nach unten.
Kurze Lagebesprechung mit Übergabe der Stadionkarte, Eintrittskarte in den WM-Club (als Ehrengast)
und ein MDA von T-Mobile als Twitter-Handy. Weitere 5 Minuten später stand ich schon in der
S-Bahn Richtung Alexanderplatz und wurde in die Richtige S-Bahn Richtung Olympiastadion gesetzt.
Diesmal ohne Betreuerin, da sie am gleichen Tag abreisen musste – der zweite Betreuer wartete mit
zwei weiteren Twitter-Reportern im Stadion.
Die Richtige Haltestation konnte ich einfach nicht verpassen – man erkannte wer alles zur WM wollte
und wer nicht. An der Haltestation „Olympiastadion“ angekommen einfach den Menschen folgen
und schon sah ich kurze Zeit später das Stadion. Endlich am Ziel! Ich bekam das erste Mal Gänsehaut
als ich die jubelnde Menge schon von außen klatschen hörte. Ich war sprachlos und ging rein!
Drinnen angekommen, den Sitzplatz gesucht und auch auf Anhieb gefunden. Der Sitzplatz lag den
ganzen Tag im Schatten und in der Nähe der Siegerehrung – sozusagen beste Sicht! Die Atmosphäre
war schon um 12 Uhr mittags einfach nur Klasse und einmalig!
Die Zehnkämpfer (Gruppe A) schleuderten ihren Diskus weg und Gruppe B machte sich bereit über
eine ganz hohe Latte zu springen! Es gab immer und immer wieder Anfeuerungsrufe – egal für welchen
Athleten.
Die Zeit verging sehr sehr schnell. Zwischen 15:00 Uhr und 17:30 Uhr war eine kleine Pause angedacht
und wir machten uns auf dem Weg in die Stadt um etwas zu essen. Allerdings weiter als bis
zum Hauptbahnhof kamen wir nicht mehr. Verschiedene Fotografen wollten uns ablichten, muss
wohl an meiner Deutschlandfahne und am schwarz-rot-goldenem Kleid meiner Twitter-Kollegin gelegen
haben. Mit geschenkten Postkarten und T-Shirts gingen wir kurz etwas essen und anschließend
wieder zurück zum Stadion!
Dort angekommen staunten wir nicht schlecht, als direkt vor uns die Hochsprunganlage aufgebaut
wurde, denn um ca. 19:10 Uhr begann das Finale im Hochsprung der Damen mit unserer Medaillenhoffnung
Ariane Friedrich!
Mittlerweile war das Stadion wieder ganz gefüllt und erstmals zog die Laola-Welle ihre Runden. Die
Stimmung war unbeschreiblich! Als später noch das Finale über die 200 Meter der Männer begann,
kochte das Stadion über! Alle standen auf ihren Sitzen und schauten gespannt zu wie Usain Bolt einen
neuen Weltrekord über 19,19 Sekunden lief!
Doch plötzlich wurde es ganz still im Stadion – ganz nach den Wünschen von Ariane Friedrich. Selbst
das Interview von Bolt ging unter. Es war ein Krimi, mit Worten einfach nicht zu beschreiben, was
sich Ariane Friedrich und die Kroatin Blanca Vlasic lieferten. Ariane Friedrich zog leider den Kürzeren,
was die super Stimmung allerdings nicht im Geringsten trübten konnte. Sie wurde gefeiert als wäre
sie die Siegerin des heutigen Abends!
Zwischenzeitlich liefen die 10-Kämpfer die abschließenden 1500 Meter und die Siegerehrung im
Hochsprung der Frauen wurde auch vorgezogen. Das Stadion war wieder aus dem Häuschen und
feierte sowohl die 10-Kämpfer, welche endlich am Ziel waren und natürlich auch die Hochsprungdamen!
Selbst twittern war fast unmöglich, da das Netz vermutlich überlastet war.
Die Wettkämpfe waren zu Ende, ich war geschafft und wollte zurück ins Hotel um mich für den WMClub
zu kultivieren, denn mit kurzer Hose und verschwitzen T-Shirt wollte ich dort nicht aufkreuzen.
Noch im Stadion hatte ich mein Handy + Web`n`Walk-Stick erhalten. Mit der Deutschlandfahne ging
es Richtung Ausgang. Mittlerweile war es ca. 22:30 Uhr. Was ich zu diesem Zeitpunkt erfahren habe –
man bringt mich zum Hotel. Mein Gedanke: Wie bitte? Ja, es stand ein Wagen mit Chauffeur für jeden
Bereit, welcher eine Karte zum WM-Club hatte. Ich war mal wieder sprachlos!
Dieser fuhr mich zum Hotel (ist ganz praktisch, denn man kann beruhigt twittern). Im Auto standen
kleine Wasserflaschen bereit – nein, ich habe mich nicht getraut eine zu nehmen.
)
Im Hotel angekommen – schnell unter die Dusche und mit dem Taxi zum WM-Club in die Hauptstadtrepräsentanz
der Deutschen Telekom.
Gegen 00:00 Uhr bin ich nun eingetrudelt. Ein Bayer würde nun sagen: „Ja leck mich am Arsch“. Unten
eine „kleine“ Lounge. Ein Stockwerk höher gab es eine kleine Bühne, Stehtische, Cocktailbars,
Buffet und jede Menge Gäste.
Angefangen von der ehemaligen Olympionike wie Helga Bühler-Hoffmann über Klaus Wowereit und
Johann Laafer waren natürlich auch aktuelle Sportler vor Ort. Später kam Ariane Friedrich und wurde
auch im WM-Club gefeiert – erst kurz auf der Bühne und anschließend neben uns am Tisch. Ein kurzes
Gespräch war möglich, obwohl sie fix und fertig und sehr hungrig war! Sehr nett – und die Medaille
wiegt doch tatsächlich 120 Gramm!
Das war auch noch nicht alles, denn die 10-Kämpfer fehlten noch, welche später geschlossen eintrudelten.
Herr Frank-Walter Steinmeier, welcher eine kurze Ansprache an die Herren Pascal
Behrenbruch, Moritz Cleve und Norman Müller halten wollte, wurde (fast) nicht beachtet. Mit Moritz
Cleve konnte ich mich später noch gut unterhalten – vom Essen angefangen bis hin zum sportlichen
Werdegang. Norman Müller war über seinen 16. Platz sehr enttäuscht und ließ sich auch von mir und
einem Bier nicht aufbauen. Der letzte super Moment an diesem Abend war ein kurzes Gespräch mit
dem Weltmeister im 10-Kampf Trey Hardee (und seiner Goldmedaille). Da sich die Mädels nicht trauten
ihn anzusprechen, habe ich das einfach mal übernommen. Selbst ich als Mann kann sagen – hübscher
stattlicher Kerl!
)
Da war es auch schon ca. 03:00 Uhr und so langsam wurde der Saal etwas leerer. Wir verabschiedeten
uns und stiegen wieder in die BMWs ein. Der Chauffeur fuhr mich auch wieder direkt vor die Tür
vom Hotel. Ich bin ins Bett gefallen, konnte aber noch nicht einschlafen – diese Eindrücke müssen
erst verarbeitet werden.
Gegen 07:00 Uhr war die Nacht auch wieder zu Ende. Nach dem Frühstück und der Taxifahrt zum
Flughafen flog ich wieder zurück nach Nürnberg. Da ich etwas Flugangst habe, „mussten“ wir natürlich
durch eine Gewitterfront fliegen! Nett war’s!
Zu Hause angekommen, fix und fertig, allerdings mit einem super Tag in Berlin, welchen ich so schnell
nicht vergessen werde! Deshalb hier nochmals vielen lieben Dank an meine Follower, an die
@abendzeitung , welche es mir überhaupt erst ermöglicht haben.
DANKE!!
Euer olschok
P.S Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem was ich alles erleben durfte! ☺
Und wieder zurück zum Interview geht es nun HIER


